Am Ende wissen, wie es geht

„Das kleine 1x1 der Sterbebegleitung“: Palliativ-Netzwerk führt Letzte-Hilfe-Kurse in Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel ein – 14 Kursleiterinnen und Kursleiter zertifiziert – Kurse beginnen im Herbst

Herne | Wanne-Eickel | Castrop-Rauxel, im Juli 2019. Wer als Verwandter oder Freund vor der Aufgabe steht, schwerkranke und sterbende Menschen am Ende ihres Lebens zu umsorgen, fühlt sich oft hilflos – genau wie der Augenzeuge bei einem schlimmen Verkehrs-unfall. Das soll sich in Herne und Castrop-Rauxel ab Herbst ändern.

Im Herbst geht’s los! Als zertifizierte Kursleiter für die neuen „Letzte-Hilfe-Kurse“ stehen vom Palliativ-Netzwerk folgende Mitglieder zur Verfügung: (von links) Annegret Müller (Ambulanter Hospizdienst), Dr. Axel Münker (Palliativarzt PKD), Heidi Skzrypczak (PKD Koordinatorin), Barbara Herzog (Physiotherapeutin), Anneli Wallbaum (Lukas Hospiz), Sylke Peters und Stefanie Primke (Diakonie), Christian Wald (Apotheker Parcelsus Apotheke), Karola Rehrmann (Ambulanter Hospizdienst), Barbara Golletz (ASB Pflegezentrum Mont-Cenis), Stefan Schrage (Lebenshilfe), Miriam Rattasepp (ASB), Karin Blome (PKD Koordinatorin) und Karin Leutbecher (Ambulanter Hospizdienst). Foto: privat
Im Herbst geht’s los! Als zertifizierte Kursleiter für die neuen „Letzte-Hilfe-Kurse“ stehen vom Palliativ-Netzwerk folgende Mitglieder zur Verfügung: (von links) Annegret Müller (Ambulanter Hospizdienst), Dr. Axel Münker (Palliativarzt PKD), Heidi Skzrypczak (PKD Koordinatorin), Barbara Herzog (Physiotherapeutin), Anneli Wallbaum (Lukas Hospiz), Sylke Peters und Stefanie Primke (Diakonie), Christian Wald (Apotheker Parcelsus Apotheke), Karola Rehrmann (Ambulanter Hospizdienst), Barbara Golletz (ASB Pflegezentrum Mont-Cenis), Stefan Schrage (Lebenshilfe), Miriam Rattasepp (ASB), Karin Blome (PKD Koordinatorin) und Karin Leutbecher (Ambulanter Hospizdienst). Foto: privat



Damit mehr Menschen wissen, was sie für ihre Lieben am Ende ihres Lebens tun können, führt das Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel, ab Herbst „Letzte-Hilfe-Kurse“ ein. Dabei handelt es sich um kostenfreie Basis-Seminare, die – genau wie Erste-Hilfe-Kurse - Grundwissen, Orientierung und einfache Handgriffe vermitteln. 14 Mitglieder des Palliativ—Netzwerkes wurden Anfang Juli für die Kursleitung zertifiziert (unser Bild). Die ersten Seminare finden ab Herbst statt, davon zwei bei der VHS (18. September 2019 und 5. Januar 2020).

Sterbende brauchen Zuwendung

Initiiert wurde die Schulung in der Jahresmitgliederversammlung des Palliativ-Netzwerks Ende 2018 bei der Planung des Jubiläumsjahrs anlässlich des zehnjährigen Bestehens. Die Finanzierung der Schulung übernahmen jeweils zur Hälfte das Palliativ-Netzwerk und der Förderverein Lukas-Hospiz. Der ASB unterstützte das Vorhaben mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten und Catering in der Siepenstraße. „Tod und Sterben gehören zum Leben, durch die Kurse möchten wir dazu beitragen, dass das Umsorgen sterbenskranker Menschen wieder zum Allgemeinwissen wird“, sagt Karin Leutbecher, Vorsitzende des Palliativ-Netzes, die sich ebenfalls als Kursleiterin zertifizieren ließ. Die Kursleiter wollen Menschen in den Seminaren ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Leutbecher: „Zuwendung ist das, was wir am Ende des Lebens am meisten brauchen.“

Palliativ-Netzwerk koordiniert Termine

„Letzte-Hilfe-Kurse“ richten sich an Vereine, Betriebe, Gruppen und Einzelpersonen, die sich über Themen rund um Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen. Jeder Kurs besteht aus vier Unterrichtseinheiten zu jeweils 45 Minuten, die in der Regel kompakt an einem Nachmittag oder Abend durchgeführt werden. Thematisiert werden u.a. die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, der Umgang mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Beschwerden als Teil des Sterbeprozesses und Möglichkeiten der Linderung. Die Teilnehmer überlegen gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann, und besprechen Möglichkeiten und Grenzen.

Kursanfragen und Kurstermine koordiniert das Palliativ-Netzwerk ab sofort unter der E-Mail-Adresse letzte-hilfe@palliativ-netzwerk.de

Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel
Spendenkonto:
Commerzbank Herne-Wanne
IBAN DE60 430400360206609000
BIC COBADEFFXXX

Mehr Informationen:
www.letztehilfe.info

Pressekontakt:
JournalistenBüro Herne GmbH, Susanne Schübel,
mobil 0171 – 8307419, info@jb-herne.de