Mit unserem Bekenntnis zur Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland wollen wir zu einer bedarfsgerechten, qualitativ hochwertigen Palliativversorgung beitragen. 

Einige Themenbereiche sind uns dabei besonders wichtig. Diesen widmen wir uns in folgenden aktiven Arbeitsgruppen:

  • AG Ambulantes Ethikkomitee
  • AG Gesundheitliche Vorsorgeplanung – Herner Weg
  • AG Heime (stationäre Pflegeeinrichtungen)
  • AG Junge Familien (Kindertrauerarbeit)
  • AG Letzte Hilfe

 

Ambulantes Ethikkomitee

Mit der Einrichtung eines Ambulanten Ethikkomitees hat das Palliativnetzwerk auf wichtige Entwicklungen der vergangenen Jahre reagiert. Die Medizin hat wesentliche Fortschritte erzielt. Diese sollen so eingesetzt werden, dass sie dem Wohl der Patienten dienen und Über- sowie Untertherapie vermieden werden. Dabei sollen individuelle Bedürfnisse zur Geltung kommen.
Ethische Fallbesprechungen sind gut geeignet, mögliche Probleme bei der Betreuung am Lebensende zu beraten und zu lösen. Häufige Themen sind dabei Fragen zur Ernährung und zur Begrenzung der Therapie. Nach Anhörung aller an der Versorgung eines Patienten Beteiligten werden Empfehlungen zur weiteren Behandlung gemeinsam erarbeitet. Besonderen Wert wird dabei auf den Respekt vor der Selbstbestimmung der Betroffenen gelegt. Weitere Prinzipien sind Fürsorge, Nicht-Schaden Gerechtigkeit und Würde.
Ethikberatungen sollen auch erfolgen, wenn eine Änderung des Therapieziels erwogen wird und wenn im Behandlungsteam oder unter Zugehörigen verschiedene Meinungen vertreten werden. Stets sind die Vorschläge, die nach einer Ethikberatung gemacht werden, in Übereinstimmung mit juristischen Vorgaben.
Anfragen für eine ethische Fallbesprechung können über die Info-Hotline des Palliativ-Netzwerks 0800 91 91 900 gestellt werden. Ein Team unterschiedlicher Ethikberater*innen aus verschiedenen Berufsgruppen steht dann für die Beratung zur Verfügung.

pdfDownload Flyer Ethikkomitee

 

Gesundheitliche Vorsorgeplanung Herner Weg

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Vertretern unterschiedlicher städtischer Fachbereiche und des Palliativ-Netzwerks erarbeitet ein gemeinsames Vorgehen im Rahmen der gesundheitlichen Versorgungsplanung. Wichtigster Meilenstein wird ein gemeinsamer, breit abgestimmter Notfallbogen für Palliativpatienten und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sein.

 

Heime (stationäre Pflegeeinrichtungen)

Die „AG Heime“ ist eine Kooperation aus AWO, DRK, Ev. Johanneswerk, GEROS, ASB, St. Elisabethgruppe und Ferdinand-Dienst-Haus mit den Ambulanten Hospizdiensten und den Trägern der Wiedereingliederungshilfe.
Die Arbeitsgruppe im Palliativ – Netzwerk, hat sich Ende 2012 gegründet. Sie dient der Vernetzung und dem Austausch. Aktuelle Themen aus dem Netzwerk werden in der Regel an die AG delegiert und entsprechend erarbeitet.
Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es die Lebensqualität, Würde und Selbstbestimmung in der palliativen Versorgung zu verbessern, eine Umsetzung von Palliativversorgung und Hospizkultur in den Pflegeheimen anzustoßen, ein umfassendes Begleitkonzept zu entwickeln Das beinhaltet für alle, die sich um das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sorgen, ein umsichtiges, achtsames und respektvolles Handeln. Aufgabe ist es die Bedürfnisse schwerkranker und sterbender Menschen besonders in Blick zu nehmen.

Die Arbeitsgruppe des Netzwerkes hat in der Vergangenheit mit ihren Ergebnissen zum Teil überregionales Interesse geweckt. Die „AG Heime“ veröffentlichte eine Informationsbroschüre mit acht Leitsätzen und 13 praktischen Tipps für den Umgang mit stationär untergebrachten sterbenskranken Menschen, die bundesweite Beachtung fand. Innerhalb weniger Monate war der Leitfaden vergriffen, er wird zurzeit aktualisiert und neu aufgelegt. Das Thema Schmerz steht dabei im Vordergrund.

pdfDownload Leitfaden

 

Junge Familien

In den vergangenen Jahren verzeichnete das Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel e.V. eine Zunahme jüngerer Patienten in der Palliativversorgung. Wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind verstirbt, sind häufig Kinder und Jugendliche als nahe Angehörige mitbetroffen.

Vor diesem Hintergrund hat sich im Jahr 2019 die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Familien“ im Palliativ-Netzwerk gegründet. Ihr Ziel ist es, betroffenen Kindern und Jugendlichen, deren Angehörige von Mitgliedern des Palliativ-Netzwerkes betreut werden oder wurden, bei Bedarf eine professionelle und kostenfreie Trauerbegleitung anzubieten. Die ersten Trauerbegleitungen fanden bereits im 2. Halbjahr 2020 statt.
Durch die Trauerbegleitung sollen die Familien, die den Verlust verkraften müssen, entlastet und gestärkt werden. Die zugehörigen Kinder und Jugendliche werden ermutigt, in einem geschützten Rahmen ihren eigenen Weg in der Trauer zu gehen.

Geleistet wird die Begleitung durch erfahrene Trauerbegleiterinnen aus der Region, die von der AG „Junge Familie“ bei Bedarf angefordert werden. Zu den ersten Kooperationspartnerinnen des entstehenden Netzwerkes gehören Mechthild Schroeter-Rupieper (Lavia e.V.) aus Gelsenkirchen und Martina Hosse-Dolega (Vergissmeinnicht e.V.) aus Castrop-Rauxel.

Das Angebot der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche ist ausschließlich spendenfinanziert. Jede Unterstützung des Projekts ist deshalb herzlich willkommen.

pdfDownload Flyer Trauerbegleitung Kinder- und Jugendliche

 

Letzte Hilfe

Im Juli 2019 ließen sich 14 Teilnehmer für das Palliativ-Netzwerk in Herne zu Kursleitern in „Letzte Hilfe“ schulen. Durch das erhaltene Zertifikat können wir jetzt Letzte Hilfe Kurse für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Umgebung anbieten.

Die Inhalte bieten Informationen für viele Interessierte und geben Auskunft über Themen wie „Sterben ist ein Teil des Lebens“, „Vorsorge und Entscheiden“, „Leiden lindern“, und „Abschied nehmen“.
Das Palliativ Netzwerk bietet diese Kurse im Moment regelmäßig in Zusammenarbeit mit der VHS Herne, in Herne und Wanne-Eickel an. Zusätzlich haben auch schon Abende bei der Diakonie, beim Ambulanten Hospizdienst und ID 55 stattgefunden.

Informationen und aktuelle Kurstermine finden Sie unter Mail: letzte-hilfe@palliativ-netzwerk.de, unter der Info-Hotline: 0800/9009191 und auf der Internet Seite von Letzte Hilfe Deutschland: www.letztehilfe.info.

pdfDownload Flyer Letzte Hilfe

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Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind.

Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.