Palliative Versorgung bedeutet aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung.

Für die Region Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel hat sich 2007 ein Palliativ-Netzwerk gegründet. In diesem haben sich in der Palliativversorgung engagierte Fachleute unterschiedlicher Einrichtungen zusammengeschlossen.

Seit 2009 steht das fachübergreifende Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel e.V.in der Region für eine professionelle und ganzheitliche Versorgung unheilbar kranker Menschen am Ende ihres Lebens. Mehr als 30 Mitglieder haben sich mittlerweile unter diesem Dach zusammengeschlossen.

Zum Wohle der Sterbenskranken und ihrer Angehörigen arbeiten spezialisierte Mediziner, Krankenhäuser, ambulante und stationäre Hospizeinrichtungen, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Apotheken sowie andere Dienstleister in dem gemeinnützigen Verein Hand in Hand.

„Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern.“ (https://www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/die-charta.html)
Gemeinsam mit den Städten Herne und Castrop-Rauxel unterzeichnete das Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel e.V. die Charta um die Versorgung der Betreuten im Bewusstsein dieser Leitsätze weiterhin zu optimieren.

Anlässlich des Jahrestages der Charta-Unterzeichnung stellt das Netzwerk im November 2020 die Kindertrauerarbeit als neue Initiative vor. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche durch eine professionelle, qualitätsgestützte Trauerbegleitung bei der Verarbeitung des Verlustes nahestehender Angehöriger zu unterstützen.

Durch Öffentlichkeitsarbeit werden Bürgerinnen und Bürger über das differenzierte und reichhaltige Hilfsangebot in beiden Städten informiert. Seit 2019 vermittelt das Netzwerk in kostenfreien „Letzte Hilfe“-Kurse interessierten Teilnehmern Basiswissen für den Umgang mit Todkranken oder Sterbenden – nach dem Vorbild der Erste-Hilfe-Kurse. Die von zertifizierten Ehrenamtlern durchgeführten Kurse bereiten darauf vor, wie man schwerkranke Angehörige bis zu deren Tod einfühlsam und fachkundig begleiten kann. Die Teilnehmer lernen so, wie sie den Sterbenden am besten beistehen.

Das Ambulante Ethikkomitee des Palliativ-Netzwerkes steht für ambulante ethische Fallgespräche zur Verfügung. Das Komitee berät Ärzte, Pflegekräfte, Betreuende, Patienten und Angehörige in besonders herausfordernden Situationen und gibt den Betroffenen Handlungsempfehlungen. Solche Situationen können zum Beispiel eintreten, wenn eine Behandlung beendet werden soll, die nur zu einer Verlängerung der Sterbezeit, aber nicht zum Erhalt der Lebensqualität führt. Auch wenn es zu Konflikten über die Umsetzung des Patientenwillens zwischen Arzt, Angehörigen, betreuenden Personen und Pflegepersonal kommt oder wenn eine therapeutische Maßnahme, die gegen den mutmaßlichen Willen des Patienten eingeleitet, weitergeführt oder beendet werden soll oder wenn der mutmaßliche Patientenwille unklar ist und unterschiedliche Ansichten zwischen den Angehörigen bestehen, kann eine Empfehlung durch das Ethik-Komitee bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein.

Das Palliativ-Netzwerk ist für alle da, die einen schwerkranken oder sterbenden Angehörigen betreuen und Hilfe brauchen. Gemeinsam erreicht das Netzwerk pro Jahr in beiden Städten mehr als 1.200 Patientinnen und Patienten.

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Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind.

Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.